Yeppoon/Rockhampton


Trotz Regen...

Obwohl wir in den letzten Tagen, was das Wetter anging, eher norddeutsche Verhaeltnisse hatten, haben wir jeden Sonnenstrahl genutzt um ans Meer zu gehen. Obwohl man 28 Grad nicht unbedingt als norddeutsch bezeichnen kann...

So sieht australische Ebbe aus...



Stolz wie Theresa...



BJ, der Wunderhund...



Heimatgefuehle!


Auch hier in Australien regnet es. Wie man sieht sind wir aber bestens ausgeruestet um den monsunartigen Wassermassen zu trotzen. Hallo Hamburg!





St. Patrick's Day

Unseren ersten St. Patrick's Day verbrachten wir "really british" auf der Pferderennbahn! Haette Andrew uns vorgewarnt, haetten wir natuerlich unsere Cowboyhuete aufgesetzt, um uns noch mehr von der Menge abzuheben. So waren wir einfach nur extrem underdressed:


Unser Rennbahn-Outfit



Hier die Outfits der Rockhampton-High-Society


Strandtag - die Zweite!


Damit ihr endlich in den Genuss von Strandfotos kommt, haben wir uns extra noch einmal hinbemueht...







16.03.2012

Hallo ihr Lieben,
Wir wollten uns einfach mal wieder melden, auch wenn wir dies nun leider erst einmal nur noch schriftlich tun können. Gestern war es endlich so weit, die Technik hat uns eingeholt... Bei der Übertragung der Fotos auf den PC, dachte der sich:"Ich lösche einfach mal alles von der SD- Karte!" Nun sind alle 800 Fotos und Videos der letzten zweieinhalb Wochen weg. Wir haben die Karte nun erst mal auf Eis gelegt und hoffen sie in Hamburg reanimieren zu können. Also müsst ihr euch erst einmal mit geschriebenem zufrieden geben.



Wo bleibt Batman? 11.03.2012 / 14.03.2012

Yeppoon und seine Umgebung ist bekannt für massenhaftes Aufkommen von Fledermäusen und Flughunden. Bis auf den relativ unangenehmen Geruch (wie Wildtiere halt riechen) sind diese Tiere jedoch sehr friedlich und machen nur Jagd auf Insekten und Früchte. Die Bewohner Yeppoons jedoch, die nahe der Massenschlafstätten der Flughunde leben, finden diese lästig und würden sie am liebsten ausrotten, wenn das nicht verboten wäre (man beachte dass die Menschen dort seit vielleicht 100 Jahren wohnen und die Flugtiere seit etwa 100.000). Wie auch immer....
Andrew nahm uns zumindest mit um das abendliche Starten dieser faszinierenden Tiere zu beobachten. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als sich zehntausende Flughunde in die Nacht erhoben. Zu diesem Zeitpunkt wäre es uns nicht komisch vorgekommen wenn Batman seine Runden über den Himmel gezogen hätte.
So hatten wir schon mal einen Vorgeschmack auf das was uns zwei Tage später erwartete. An diesem Abend wollten wir ein paar Biologen aus der hiesigen Naturschutzorganisation helfen einige Ghost Bats zu fangen und ihnen Peilsender anzubringen. Es stellte sich jedoch heraus, dass jemand anderes dies tun würde und wir nur mit Antennen ausgerüstet, die Signale orten sollten. Also kletterte Theresa mit einer anderen Biologin auf einen hohen Berg und verbrachte dort die Nacht sehr kalt, nass und Mückenreich. Ich hatte es etwas besser, da ich ins Autoteam eingeteilt wurde und bei Regen zumindest vom Dach ins Innere des Wagens klettern konnte.
In dieser Nacht haben wir also weder eine Geisterfledermaus noch Batman gesehen, hatten aber trotzdem das Gefühl unseren Beitrag zur Sache geleistet zu haben.


Zoo & Botanischer Garten 13.03.2012

Zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten gehört unter anderem der Zoo von Rockhampton. Da Andrew in der Nähe eine Fortbildung hatte entschieden wir mit ihm zu fahren und den Tag in Rockhampton zu verbringen. Es bot sich außerdem an, auch den angrenzenden Botanischen Garten anzusehen. Der Zoo ist eine öffentliche und kostenlose Einrichtung, die sowohl einheimische Tiere (die wir ja nun schon fast alle frei gesehen haben) wie Papageien und Koalas beherbergt, aber auch einige andere wie zum Beispiel Schimpansen. Der Zoo war ganz schön gestaltet, aber relativ klein und nichts besonderes. Der botanische Garten jedoch war, wenn auch klein, sehr schön angelegt. Theresa war im Fruchtgarten auf der Suche nach kostenloser Verpflegung, leider konnten wir nur ein paar kleine Zitronen ergattern. Alle anderen Früchte waren entweder noch nicht reif oder uns zu suspekt. Die anderen Besucher des Gartens nahmen es jedoch nicht so genau mit den Früchten, aber die Frau, die von der unserer Meinung nach giftigen Frucht aß, lebte zumindest noch als wir den Fruchtgarten verließen.
Der Bambusgarten war sehr beeindruckend und vielseitig und den Rest des Tages verbrachten wir am Bootssteg mit dem Füttern der Schildkröten.



BJ zum Nachtisch 11.03.2012

Der Haushund BJ muss die Nächte draußen auf der Terrasse verbringen, was bei 26 Grad keine Strafe ist, und wir sehen jeden Abend noch einmal nach ihm. An diesem Abend konnten wir ihn in dem umzäunten Garten jedoch nicht finden oder hören. Also setzten wir todesmutig unsere Stirnlampen auf und gingen ums Haus herum. Gerade als Resa gegen den Gartenschlauch kicken wollte, bemerkte sie, dass dieser irgendwie seltsam aussah. Geistesgegenwärtig trat sie zum Glück nicht auf die gut 2 Meter lange Schlange die dort im Garten lag. Als wir das realisiert hatten verschwand sie schon langsam ins Gebüsch und ich rief Andrew zu, dass eine Boa Constrictor im Garten läge. Natürlich war es keine Boa, die es in Australien auch gar nicht gibt, dass wir mir in dem Moment aber irgendwie egal. Immerhin war es eine sehr große Carpet Python, die dort durch den Garten zog und sich überlegte den kleinen Terrier BJ zu verspeisen.
Dieser saß zitternd in einer Ecke des Gartens, wohlwissend, dass er der Nachtisch sein sollte.
Andrew schaffte es gerade noch die Schlange am Schwanzende zu packen bevor sie durch den Zaun schlüpfen konnte. Er wollte sie fangen und wegbringen, damit die Nachbarn diese relativ harmlose Würgeschlange nicht töten würden. Leider gelang es uns nicht, auch unter vollem Einsatz Theresas (sie versuchte die Schlange mit einer Harke zu fixieren), sie zu fangen. Man sollte nicht unterschätzen wie viel Kraft so eine vergleichsweise kleine Schlange aufbringen kann. Wir hoffen es geht ihr gut und sie hat es bis in die Mangroven geschafft!



Endlich Meer! 11.03.2012

So, dies wäre der Eintrag bei dem es 1000 schöne Fotos zu zeigen gäbe, wenn diese noch vorhanden wären. Trotzdem wollen wir es uns nicht nehmen lassen mit euch das Gefühl zu teilen, das man hat wenn nach langer Zeit zum ersten Mal wieder das Meer sieht. Einfach schön!
Andrew und Andrea nahmen uns gegen Abend mit zum Strand und wir stürzten uns sofort in Fluten. Das Wasser ist so warm, dass einem die Luft danach kalt vorkommt. Nachdem wir noch den Strand erkundet hatten, ließen wir den Abend entspannt ausklingen....



Lost in the machine 10.03.2012

Geld abheben ist gar nicht so einfach wie man meinen sollte. Wir wollten einfach nur im Spar an der Ecke 10 l Wasser kaufen und etwas Geld holen. Also gingen wir zuerst zum ATM neben dem kleinen Supermarkt um uns zu bereichern. Theresa war so aufgeregt über die Premiere der Benutzung ihrer Kreditkarte und das Merken der Pinnummer, dass  sie einfach ihre Karte losließ als sie das Gefühl hatte diese stecke im Schlitz. Leider hatten wir beide das "Out of order"-Schild übersehen und nicht bemerkt, dass irgendein friday-night-Yeppoon-idiot (wie Andrew es später nannte) den Kartenschlitz eingedrückt hatte und dort nun ein größerer Spalt klaffte. Die Karte fiel also geradewegs in den Automaten und war nicht mehr wiederzubeschaffen.
Nach anfänglicher Panik unsererseits (man bedenke, dass nicht nur Resas Geld mit der Karte dahin wäre, sondern auch ihre Krankenversicherung), versuchte Andrew die Sache mit der Bank am Telefon zu regeln. Diese verstanden jedoch nicht, dass die Karte nicht eingezogen wurde, sondern direkt in die Maschine gefallen war (No it's not captured, it's lost in the machine!).
Nach einigen Telefonaten und fehlgeschlagenen Bergungsversuchen, konnte Resa die Karte jedoch mit Hilfe ihres Reisepasses bei der Bank abholen.
Vielen, vielen dank Andrew!



Ornithologische Beobachtungen mit Fran 10.03.2012

Da wir unternehmungslustig und von Natur aus besonders wissbegierig sind, konnten wir unter keinen Umständen Frans Angebot ausschlagen, mit ihr an einer ornithologischen Exkursion in die Kinka-Beach-Wetlands teilzunehmen. Obwohl wir eigentlich Vögel beobachtenden Menschen relativ misstrauisch gegenüber stehen (wer stellt sich schon stundenlang mit einem kleinen Rohr ins Gebüsch und wartet bis ein grau-braunes Etwas vorbei fliegt), konnten wir eine Gelegenheit den Strand einmal von einer anderen Seite zu sehen nicht verstreichen lassen. Als wir jedoch die kleine Gruppe behüteter Menschen am Straßenrand sahen, wurde uns schlagartig klar, dass es nicht bei kleinen Ferngläsern und Schleichgängen durchs Gebüsch bleiben würde. Nachdem die vermeintlichen Hobby-Vogelexperten ihr Equipment auspackten, dass aus drei Meter langen (so kam es uns zumindest vor), riesenhaften Teleobjektiven und Schutzwesten zum tragen der Objektive bestand, ging es los über den Strand.  Es gab auch tatsächlich einige interessante Vögel zu sehen (unter anderem eine Art Casanova-Möwe, die ihr Haupthaar irgendwie zurückgegeelt trägt) und wir sahen auch ein paar mal durch unsere (im Gegensatz zu einigen anderen) miniaturhaften Ferngläser. Da jedoch die meisten der aus Sibirien kommenden Strandvögel, für uns in Norddeutschland lebenden nichts besonderes sind und Resa und ich uns auch oft für Totes begeistern können, ließ unsere Konzentration bald nach, als wir einen gestrandeten Kugelfisch und das Skelett einer Meeresschildkröte fanden.
Bei unserem zweiten Stopp in den Wetlands konnten wir jedoch noch einige andere Vögel beobachten, wie zum Beispiel Pelikane, schwarze Schwäne, Adler und einige große Laufvögel.
Alles in allem ein rundum gelungener Tag. Danke Fran!


Tschüss Rockhampton, hallo Yeppoon 09.03.2012

Nachdem wir aus EFNP zurück gekommen sind und zwei Nächte in der wirklich unschönen Jugendherberge in Rockhampton verbracht haben stand es endlich fest: wir ziehen um!!!
Dank Alan und seiner Familie, die ihren Urlaub in Neuseeland verbringen werden, durften wir nun nach Yeppoon ziehen. Diese kleine Stadt liegt direkt am Meer und hat augenscheinlich so gut wie gar keine Fußgängerwege, was dazu führt, dass alle die zu arm sind um sich ein Auto zu leisten (also nur wir), in den Vorgärten der Anwohner gehen müssen. Allerdings bietet es sich in unserem Fall an Bus zu fahren, denn immer wenn Theresa ihre traurige Miene aufsetzt, ist die Fahrt umsonst.
Auf jeden Fall haben wir unsere Sachen gepackt und konnten endlich unsere lauten, arabischen Hostelnachbarn hinter uns lassen.
Jetzt sind wir stolze Bewohner eines Hauses mit Meerblick und Pool, welches wir uns mit Andrew (einem Freund der Familie), BJ (dem Haushund) und einem Fisch teilen.