Gestern war es endlich soweit: unser Schnorchel-Trip zum "Great Barrier Reef" stand an. Wir machten uns früh morgens auf zur Anlegestelle der Tauchboote um einzuchecken. Wir erhielten unsere "Securety-Number" damit die Crew uns nicht auf dem Riff verlieren konnte ( man siehe "Deep Blue Sea", oder besser nicht). Von nun an hießen wir also nur noch 54 und 55.
Das Einchecken ging relativ schnell und wir machten uns auf die Suche nach unserem Schiff, von dem man uns versprochen hatte, dass es die "kompetenteste" Crew überhaupt haben sollte ("Ohhh, the guys on board are so hot"). Uns erwartete also ein riesiger Katamaran, auf dem wir den Tag verbringen würden. An Bort merkten wir jedoch schnell, dass es ziemlich eng werden würde, da wir etwa 70 Personen auf dem Schiff waren.
Als wir dann endlich ablegten war es um so schöner: das Wetter war wundervoll, die See ruhig und wir total entspannt (Resa allerdings erst nach der Seekrankheits-Tablette mit Erdbeergeschmak).
Als wir dann nach zwei Stunden beim Riff angekommen sind, waren wir schon so aufgeregt, dass wir am liebsten sofort ins Wasser gesprungen wären, ohne die Einführung ins Schnorcheln über uns ergehen zu lassen. Während sich unsere Mittaucher in hautenge Schlumpfkostüme quetschten, aus Angst von Quallen gestochen zu werden, konnten wir ganz lässig unsere UV-Shirts überwerfen (hätten wir auch Hosen gehabt, hätten wir jetzt keinen Sonnenbrand am Hintern), da wir natürlich wussten, dass draußen am Riff die Quallengefahr verschwindend gering ist. Also stürzten wir uns mit allen anderen in die Fluten und merkten bald das 70 Leute auf einem Riff nicht wirklich viel sind. Aber was uns unter Wasser erwartete war einfach nur toll. Eine ganz andere Welt mit tausenden bunten Fischen und dem Riff selbst. Wir schnorchelten zu einer kleinen Insel und wieder zum Boot zurück und die ersten anderthalb Stunden vergingen wie im Flug (auch wenn Anna dort das erste Mal merkte, dass man auch im Wasser Seekrank werden kann). Dann ging es nach einem wirklich guten Lunch weiter zum zweiten Tauchpunkt und wir waren wirklich froh, dass wir uns eine Unterwasserkamera ausgeliehen hatten. Am sogenannte "Paradise Reef" war noch viel mehr zusehen. Zum Beispiel sahen wir dort die ersten Haie unseres Lebens in freier Wildbahn. Theresa war etwas unglücklich, weil wir keine Meeresschildkröten sahen (ein Mädchen sah welche und wunderte sich, dass niemand sie hörte als sie in ihren Schnorchel schrie), aber doch besänftigt aufgrund der atemberaubenden Unterwasserkulisse!
Am Abend kamen wir hundemüde aber glücklich wieder in Cairns an. Was für ein Tag!!!
(Die Riff-Fotos reichen wir nach, sobald wir ein DVD-Laufwerk gefunden haben.)
Crocodile Hunter
Unsere erste Tour in Cairns war ein Trip in den Daintree Regenwald. Früh Morgens ging es los mit einem kleinen Reisebus. Bevor wir uns allerdings auf den Weg machen konnten sind wir gefühlte 2 Stunden durch die Stadt gegurkt um die anderen Mitreisenden einsammeln. Vorbei an etlichen Zuckerrohrfeldern ging es zum ersten Spot Mosman Gorge. Dort erwartete uns ein Stückchen Regenwald mit Fluss und Felsen. Leider wurde uns nahegelegt dort nicht zu baden, da es wohl aufgrund der starken Strömungen ständig zu Unfällen kommt. Was allerdings von einem amerikanischen, besserwisserischen Typen ignoriert würde, der sofort in Unterwäsche reinsprang. Wir machten einen kleinen Rundgang und bestaunen die Natur.
Weiter ging es über den Daintree River in die Wildnis. Dort gab es einen kurzen Rundgang unter Anleitung unseres Guides, der leider sehr spektakulär ausfiel, da wohl genau zu dem Zeitpunkt alle angekündigten Rieseninsekten unauffindbar waren. Der nächste Stop war Cape Tribulation, wo erst mal Lunch auf uns wartete.
Wir verbrachten eine Stunde am wunderschönen Strand, wo wir einem sehr todesmutigen Touristen dabei zuschauen konnten, wie er sich in die von todbringenden Quallen und Krokodilen besiedelten Fluten warf. Unser Guide brachte es jedoch fertig, ihn aus dem Wasser zu holen, bevor es zum Schlimmsten kam. Er meinte, er würde nicht mal für 10 000 Dollar dort ins Wasser gehen. Zurück zum Daintree River mit kurzem Stoppen bei einer Eisfabrik mit typischen Saisonfrüchten (Jackfruit, Kokosnuss, Blaubeere und anderes). Das Highlight kam zum Schluss in Form einer Flussfahrt. Wir waren etwas irritiert, als unser Hostelwirt uns eine Krokodils-Jagd ankündigte, was sich jedoch als Missverständnis herausstellte, da wir nur nach Krokodilen Ausschau hielten. Tatsächlich haben wir drei Baby-Krokodile und, dank Annas Adleraugen, ein großes Krokodilen sehen können, was sehr Aufregend war, da Krokodile die einzigen Tiere sind, vor denen die Australier Angst haben.
Danach ging es wieder zurück nach Cairns und früh ins Bett, um uns auf den nächsten Tag vorzubereiten.